Superintendent Hans Warnecke

Ordination von Pfarrer Hans Warnecke (links) durch Superintendent Wilhelm Rott (rechts) am 3. September 1961 in der Evangelischen Kirche zu Weißenthurm, Foto: Privatbesitz

Laufzeit: 1960-2005

Umfang: 5 Kartons

lfd. Nummern: 21

Akzessionsdatum: 2005

Findmittel: 2014

Signatur: 7NL 185B

Findbuch Nachlass Hans Warnecke

Hans Warnecke wurde am 28. September 1930 in Wuppertal-Barmen geboren. Nach dem Abitur, das er im Jahr 1952 in seiner Heimatstadt ablegte, studierte er in Wuppertal, Göttingen und Bonn evangelische Theologie und legte 1957 die erste theologische Prüfung ab. Es folgten Vikariatsjahre in Düsseldorf-Oberbilk, am Barmer Predigerseminar, in Unterrath und in Gerresheim, an die sich im Jahr 1960 die zweite theologische Prüfung anschloss. Anschließend wurde er zum Hilfsdienst in die pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden Urmitz-Mülheim und Weißenthurm im Kirchenkreis Koblenz eingewiesen. Am 24. Juli 1960 erfolgte die Ordination durch den Koblenzer Superintendenten Wilhelm Rott. 1961 wurde er auf die Pfarrstelle der Gemeinde Urmitz-Mülheim gewählt und wechselte im Jahr 1969 auf die dritte Pfarrstelle der Kirchengemeinde Bad Neuenahr, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1992 verblieb. Von 1972 bis 1988 war er Superintendent des Kirchenkreises Koblenz und von 1989 bis 1992 nebenamtliches Mitglied er Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 1960 war er mit Sigrid geb. Backhaus verheiratet; aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor.

In seinem Amt als Pfarrer und Superintendent verband Hans Warnecke kirchliches und gesellschaftliches Engagement. Dies galt insbesondere für seinen Einsatz um das Wachhalten der Erinnerung an die jüdischen Gemeinden im Ahrtal und für sein friedenspolitisches Engagement in der Nachrüstungsdebatte der 1980er Jahre. Im Ruhestand machte er sich außerdem als Autor von Kriminalromanen einen Namen. Im Jahr 2003 wurde bei Hans Warnecke eine amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert, an deren Folgen er am 18. Januar 2007 in Bad Neuenahr verstarb.

Inhalt: Der Bestand enthält sämtliche Predigtmanuskripte Warneckes der Jahre von 1960 bis 2005 sowie Teile seiner Korrespondenz, insbesondere den Schriftverkehr mit seinen Freunden Johannes Rau und Russell L. Bennett.

Literatur: Warnecke, Hans, Hänschen, geh‘ plündern. Erinnerungen an 1945, Bad Neuenahr-Ahrweiler 1995; Warnecke ist außerdem Autor zahlreicher Beiträge im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler sowie mehrerer Kriminalromane, die im Pandion-Verlag Simmern erschienen.

Ergänzende Bestände: 3MB 022B Kirchenkreis Koblenz II; Evangelische Kirchengemeinde Weißenthurm [externer Bestand]