St. Wendel

1823-1988

Umfang: 6

lfd. Nummern: 336

Findmittel: 1999

Signatur: 4KG 043B

Sankt Wendel war bis zum Einmarsch der französischen Revolutionstruppen eine kurtrierische Amtsstadt, in der es keine evangelische Bevölkerung gab. Erst als der Ort nach dem Wiener Kongress zur Hauptstadt des sachsen-coburgischen Fürstentums Lichtenberg wurde, wanderten Evangelische in nennenswerter Zahl ein, die sich kirchlich zunächst nach Niederlinxweiler hielten. 1825 wurde eine eigene Gemeinde gebildet. Als das Fürstentum Lichtenberg 1834 an Preußen verkauft wurde, wurde St. Wendel zum Sitz des gleichnamigen Kirchenkreises. 1840 kam zur Gemeinde St. Wendel auch das ehemals pfalz-zweibrückische Leitersweiler, das ursprünglich zur Pfarrei Niederkirchen und seit dem Wiener Kongress zu Dörrenbach gehört hatte. In dem Bestand sind die komplexen gesellschaftlichen und kirchlichen Wandlungen des 19. und 20. Jahrhunderts und insbesondere die Diasporasituation gut nachvollziehbar.

Literatur: Rosenkranz, S. 657-658.

Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten St. Wendel, ca. 1847-1971); 3MB 011B (Kirchenkreis St. Wendel).